Stand: 6. Oktober 2026 · Redaktion PflegeKlaro
Welches Notrufsystem passt zum Alltag?
Die Tabelle vergleicht Systemarten. Entscheidend ist der konkrete Leistungsumfang des jeweiligen Vertrags; sie ist kein Produkttest oder Anbieterranking.
- Stationärer Hausnotruf
- Typischer EinsatzWohnung und vereinbarter Funkbereich
- Vor Abschluss klärenReichweite im Bad, Keller und Garten; Zugang zur Wohnung
- Mobiles Notrufsystem
- Typischer EinsatzZu Hause und unterwegs
- Vor Abschluss klärenMobilfunkempfang, Akku und Ortung
- Notrufgerät ohne Leitstelle
- Typischer EinsatzAlarm an festgelegte Kontakte
- Vor Abschluss klärenWer nimmt den Anruf an und organisiert Hilfe?
- Zusatzfunktion Sturzerkennung
- Typischer EinsatzAutomatischer Alarm bei erkannten Ereignissen
- Vor Abschluss klärenGrenzen der Erkennung und zusätzliche Kosten
| System | Typischer Einsatz | Vor Abschluss klären |
|---|---|---|
| Stationärer Hausnotruf | Wohnung und vereinbarter Funkbereich | Reichweite im Bad, Keller und Garten; Zugang zur Wohnung |
| Mobiles Notrufsystem | Zu Hause und unterwegs | Mobilfunkempfang, Akku und Ortung |
| Notrufgerät ohne Leitstelle | Alarm an festgelegte Kontakte | Wer nimmt den Anruf an und organisiert Hilfe? |
| Zusatzfunktion Sturzerkennung | Automatischer Alarm bei erkannten Ereignissen | Grenzen der Erkennung und zusätzliche Kosten |
Was passiert nach dem Drücken des Notrufknopfs?
Bei einem System mit Leitstelle geht der Alarm an eine besetzte Notrufzentrale. Dort wird die Situation soweit möglich geklärt und Unterstützung organisiert. Welche Personen verständigt werden und ob ein eigener Bereitschaftsdienst kommt, muss der Vertrag beschreiben.
Besprechen Sie auch den Fall, dass die Person nicht sprechen kann. Hinterlegte Ansprechpartner, Informationen zum Wohnungszugang und ein abgestimmter Ablauf gehören zur Einrichtung. Angehörige sollten wissen, welche Aufgabe sie im Alarmfall übernehmen.
Wie vergleichen Sie die tatsächlichen Kosten?
Bitten Sie um eine schriftliche Aufstellung von Grundpreis, Einrichtung und Zusatzleistungen. Schlüsselhinterlegung, Bereitschaftsdienst oder mobile Nutzung können getrennt berechnet werden. Prüfen Sie ausdrücklich, ob einzelne Einsätze weitere Kosten verursachen.
Vergleichen Sie die Gesamtkosten über denselben Zeitraum. Ein niedriger Monatsbeitrag hilft wenig, wenn eine für Sie notwendige Leistung nur gegen Aufpreis enthalten ist. Kündigungsfrist, Mindestlaufzeit und Rückgabe des Geräts gehören ebenfalls zum Vergleich.
Wann kann die Pflegekasse einen Hausnotruf übernehmen?
Eine Kostenübernahme kommt unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht. Neben einem Pflegegrad ist die persönliche Wohn- und Versorgungssituation relevant. Klären Sie mit Pflegekasse und Anbieter, ob der gewünschte Dienst anerkannt ist und welche Leistungen die Bewilligung umfasst.
Lassen Sie sich einen verbleibenden Eigenanteil und selbst zu zahlende Extras vor Vertragsabschluss erklären. Bei fehlendem Pflegegrad kann ein Hausnotruf trotzdem privat genutzt werden. Er ersetzt weder eine Betreuung noch die unmittelbare Hilfe in einer akuten Notlage.
Diese Fragen gehören ins Beratungsgespräch
- Erreicht der Sender die Basisstation an allen wichtigen Orten?
- Ist eine Leitstelle rund um die Uhr besetzt?
- Wer kann im Alarmfall die Wohnung öffnen?
- Welche Zusatz- und Einsatzkosten fallen an?
- Wer übernimmt Antrag, Einweisung und regelmäßigen Funktionstest?
Häufige Fragen
Braucht man für einen Hausnotruf einen Pflegegrad?
Für eine private Nutzung nicht. Für eine Übernahme durch die Pflegekasse gelten zusätzliche Voraussetzungen, die im Einzelfall geprüft werden.
Ist jeder Hausnotruf auch unterwegs nutzbar?
Nein. Stationäre Systeme sind auf ihren vereinbarten Funkbereich begrenzt. Für unterwegs benötigen Sie ein dafür geeignetes mobiles System.
Weiterlesen
- Hausnotruf: Kosten und Pflegekasse
Was kostet ein Hausnotruf? Bis zu 27 Euro monatliche Kostenübernahme unter Voraussetzungen, Antrag und private Zusatzleistungen vor dem Vertrag prüfen.
- Mobiler Hausnotruf für unterwegs
Mobilen Hausnotruf auswählen: eigenständige Verbindung, Leitstelle, GPS-Ortung und Akku prüfen. Kosten, Nutzung unterwegs und Grenzen verständlich vergleichen.
- Hausnotruf ohne Festnetz
Hausnotruf ohne Telefonanschluss: Unterschiede zwischen Mobilfunk und Internet, Empfang, Stromversorgung und laufende Kosten vor der Auswahl prüfen.
- Notrufarmband auswählen
Notrufarmband auswählen: Leitstelle oder Angehörige, GPS, Sturzerkennung, Akku und Bedienbarkeit anhand konkreter Kriterien vergleichen.
Weitere Unterstützung für die Pflege zu Hause
Auch die laufende Versorgung und die Organisation der Pflege gehören zur Planung. Unsere Ratgeber erklären, welche Leistungen unter den jeweiligen Voraussetzungen infrage kommen.
Quellen
Zuletzt geprüft: 06.10.2026