Praxiswissen für Pflegebetriebe
Inkontinenzversorgung: Kosten und Krankenkasse im Pflegebetrieb
Bei der Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzhilfsmitteln treffen pflegerischer Bedarf, ärztliche Verordnung, Krankenkasse und Hilfsmittelversorger aufeinander. Für Pflegebetriebe lohnt sich deshalb ein klarer Prozess, damit Zuständigkeiten und Rückfragen nicht im Tagesgeschäft hängen bleiben.
Wer trägt die Kosten?
Medizinisch notwendige Inkontinenzhilfsmittel gehören grundsätzlich zur Hilfsmittelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ob und in welchem Umfang eine konkrete Versorgung übernommen wird, hängt vom individuellen Fall, der Verordnung und den Vertragsbedingungen der jeweiligen Krankenkasse ab. Pflegebetriebe sollten deshalb keine pauschalen Erstattungszusagen machen.
Welche Informationen braucht der Versorger?
- Angaben zur versicherten Person und Krankenkasse.
- Eine passende ärztliche Verordnung, soweit für die Versorgung erforderlich.
- Informationen zum tatsächlichen Versorgungsbedarf und zu relevanten Veränderungen.
- Eine klare Zuständigkeit für Rückfragen zwischen Pflegebetrieb, Angehörigen und Versorger.
Wie der Bedarf sauber festgehalten werden kann, zeigt unser Leitfaden zur Bedarfsdokumentation. Für die organisatorische Seite gibt es zusätzlich den Ratgeber zum Rezeptmanagement.
Pflegehilfsmittel sind ein anderer Versorgungsweg
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel und Inkontinenzhilfsmittel sollten organisatorisch getrennt betrachtet werden. Sie können zwar beim selben Menschen benötigt werden, folgen aber unterschiedlichen Leistungs- und Abrechnungswegen. Genau diese Trennung reduziert Fehler und unnötige Rückfragen.
Versorgung mit MedicCos bündeln
PflegeKlaro arbeitet mit MedicCos zusammen. Ambulante und stationäre Pflegebetriebe können prüfen, ob sich Inkontinenz- und Pflegehilfsmittelversorgung einschließlich organisatorischer Schritte über einen Versorgungspartner bündeln lässt.
Zusammenarbeit mit MedicCos anfragenWerbliche Kooperation: PflegeKlaro kann bei erfolgreicher Vermittlung wirtschaftlich profitieren.