Praxiswissen für Pflegebetriebe
Inkontinenzversorger wechseln: Was Pflegebetriebe beachten sollten
Unzuverlässige Lieferungen, ungeeignete Produkte oder hoher Abstimmungsaufwand können Anlass sein, die bestehende Inkontinenzversorgung zu überprüfen. Ein Wechsel sollte aber strukturiert erfolgen: Entscheidend ist eine lückenlose, bedarfsgerechte Versorgung der betroffenen Personen – nicht allein ein neuer Lieferant.
Wann lohnt sich eine Überprüfung des Versorgers?
- Lieferungen kommen wiederholt verspätet oder unvollständig an.
- Produkte passen nicht zum individuellen Bedarf und Anpassungen dauern zu lange.
- Rezept- und Genehmigungsfragen verursachen regelmäßig zusätzlichen Aufwand.
- Für Rückfragen fehlt ein verlässlicher Ansprechpartner.
- Der Pflegebetrieb möchte mehrere organisatorische Schritte bei einem Partner bündeln.
Vor einem Wechsel: Versorgung je Person prüfen
Pflegebetriebe sollten nicht pauschal einen gesamten Bestand „umstellen“. Zuerst muss für jede betroffene Person geklärt werden, welche Versorgung besteht, welcher Bedarf dokumentiert ist, welche Verordnung vorliegt und welche Krankenkasse zuständig ist. Unser Leitfaden zur Bedarfsdokumentation hilft bei der Vorbereitung.
Wechsel in fünf Schritten organisieren
- Bestehende Versorgung und konkrete Probleme dokumentieren.
- Einwilligungen, Zuständigkeiten und Krankenkassen je Versorgungsfall klären.
- Neuen Versorger auf Produktbedarf, Lieferfähigkeit und organisatorische Unterstützung prüfen.
- Übergang so terminieren, dass keine Versorgungslücke entsteht.
- Nach der Umstellung Passform, Verbrauch und Lieferqualität kontrollieren.
Für Verordnungen und Zuständigkeiten siehe auch Rezeptmanagement und Kosten & Krankenkasse.
MedicCos als Versorgungspartner prüfen
PflegeKlaro arbeitet mit MedicCos zusammen. Ambulante und stationäre Pflegebetriebe können prüfen, ob MedicCos für einzelne Versorgungsfälle oder als zentraler Ansprechpartner für Inkontinenz- und Pflegehilfsmittel passt.
Zusammenarbeit mit MedicCos prüfenWerbliche Kooperation: PflegeKlaro kann bei erfolgreicher Vermittlung wirtschaftlich profitieren. Die Eignung der Versorgung sollte immer am individuellen Bedarf ausgerichtet werden.